Aktuelle Information zum Coronavirus

Aufgrund der zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie als erforderlich erachteten Maßnahmen finden auch im Centro bis auf weiteres keine Veranstaltungen statt.

Centro Sociale for ever

Am 31.12.2019 ist unser Mietvertrag ausgelaufen. Unser Haus in der Sternstr. 2 gehört der Stadt Hamburg und wird von der SteG verwaltet. Wir stehen in Verhandlungen und wollen einen neuen Vertrag mit besseren Konditionen.

Wir, die Ehrenamtlichen des Centro, müssen Monat für Monat Zeit und Energie aufwenden, um die Miete zusammen zu bringen, und das fehlt dann für unser soziales, politisches und kulturelles Engagement. Wir müssen für unsere Arbeit zahlen – und diesen absurden Zustand wollen wir nicht länger akzeptieren.

Die Genossenschaft St. Pauli Nord und rundum, die das Centro trägt, wünscht sich für die weitere Arbeit:

  • mehr Sicherheit durch einen langfristigen Vertrag von mindestens 30 Jahren
  • mehr Verfügungshoheit über die Räume
  • eine deutlich niedrigere finanzielle Belastung

Wir waren im Begriff, eine Kampagne zu starten, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, die liegt jetzt aber durch den allgemeinen shutdown ein bisschen auf Eis.

Aktuell könnt ihr uns ganz allgemein durch das Weitertragen dieses Themas unterstützen, und konkreter gerne Menschen aus Politik (Bezirk und Bürgerschaft) und Verwaltung (Finanzbehörde, LiG, Stadtentwicklungsbehörde) auf unsere Situation und Forderung aufmerksam machen (nachdrücklich).

Behaltet eure Flaschen!

Wenig überrascht, aber doch einigermaßen befremdet nimmt das Plenum des Centro Sociale zur Kenntnis, dass wieder einmal ein linkes Projekt in Hamburg zum Ziel einer fragwürdigen polizeilichen Maßnahme geworden ist.

Der Polizei dürfte genauso klar sein wie uns, dass die selbst auf rechtlich höchst tönernen Füßen stehende Überwachung des Infoladens und Hausprojektes am Kleinen Schäferkamp keine strafrechtlich relevanten Ergebnisse erbringe dürfte. Die glotzende Colaflasche diente also mutmaßlich vorwiegend der Ausspähung und letztlich Einschüchterung der linken Szene im Allgemeinen und der Bewohner*innen und Aktiven des Hauses im Besonderen.

In einer Zeit, in der rechtsstaatliche und zivilisatorische Mindeststandards unter starkem Beschuss durch eine mehr und mehr den Diskurs bestimmende äußerst rechten Agenda stehen, positioniert sich die Hamburger Polizei einmal mehr als politische Akteurin gegen Links, anstatt sich auf die ihr von der Gesellschaft zugewiesenen Kompetenzbereiche der Verbrechensbekämpfung und Verkehrsregelung zu konzentrieren.

Die Innenbehörde ist dringend aufgefordert, diese ihre Abteilung endlich unter politische Kontrolle zu bringen, anstatt sich bei jeder Entgleisung reflexhaft hinter eine völlig frei drehende Polizeiführung zu stellen, wie es nicht zuletzt auch bei den zum Teil grotesken Tatsachenverdrehungen vor, während und nach dem G20-Gipfel geschehen ist.

Die linken Zentren in Hamburg sind einander solidarisch verbunden und lassen sich weder einschüchtern noch auseinander dividieren. Finger weg vom Schwarzmarkt und anderen Einrichtungen der linken Szene! Behaltet eure Flaschen bei euch!

Das Plenum des Centro Sociale im Februar 2019