Proletarischer Feminismus – Clara Zetkin und die politische Bedeutung des 8. März - Lesung und Gespräch mit Lou Zucker

Die Revolution braucht die Frauen – und Frauen die Revolution. Davon war Clara Zetkin überzeugt, Sozialistin, Gewerkschafterin und alleinerziehende Mutter zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre maßlose politische Leidenschaft verwendete die beste Freundin von Rosa Luxemburg darauf, eine proletarische Frauenbewegung aufzubauen. Denn als eine der Ersten erkannte sie, wie systematisch Geschlechterungleichheit und kapitalistische Ausbeutung zusammenhängen. Dabei stellten sich ihr viele Hürden in den Weg: der Sexismus ihrer männlichen Parteigenossen, die Arroganz bürgerlicher Feministinnen, Verfolgung durch die Polizei – und ihre eigene Redeangst.

In dieser Lesung aus der Zetkin-Biografie „Clara Zetkin – eine rote Feministin“ mit anschließendem Vortrag geht es nicht nur um ein romanreifes Leben in politisch brisanten Zeiten, sondern auch darum, welche Bedeutung Zetkin für feministische Bewegungen heute haben kann – und um den revolutionären Ursprung des 8. März.

Lou Zucker ist freie Journalistin und Autorin. Sie hat das queerfeministische Kollektiv she*claim mitgegründet und war im Frauenstreik aktiv. Ihr Buch »Clara Zetkin – eine rote Feministin« (Leseprobe) ist eine politische Biografie, in der einem die Kämpfe der ersten Frauenbewegung plötzlich sehr vertraut vorkommen.

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