Filmvorführung und Diskussion: „Workingman’s Death – 5 Bilder zur Arbeit im 21. Jahrhundert“
Filmvorführung und Diskussion: „Workingman’s Death – 5 Bilder zur Arbeit im 21. Jahrhundert“
Mit Michael Heidemann
„Workingman’s Death“ ist ein Dokumentarfilm von Michael Glawogger aus dem Jahr 2005, der fünf Formen extrem harter körperlicher Arbeit in verschiedenen Regionen der Welt porträtiert. Der Film führt von illegalen Kohleminen im ukrainischen Donbass über Schwefelträger am indonesischen Ijen-Vulkan bis hin zu Schlachthöfen in Nigeria, Schiffsabwrackern in Pakistan und Stahlarbeitern in China. In eindrucksvollen Bildern zeigt er die körperliche Belastung, die Gefährlichkeit und zugleich die Würde der Arbeitenden. Der Film unterstreicht den historischen Wandel von Arbeit und wirft die Frage auf, welche Bedeutung körperliche Arbeit im modernen Kapitalismus noch besitzt.
Aus marxistischer Perspektive lässt sich anhand des Films die Rolle von Arbeit im 21. Jahrhundert diskutieren, insbesondere inwiefern materielle Aspekte noch eine Rolle spielen und inwiefern körperlich schwere Arbeit aus den kapitalistischen Zentren ausgelagert wurde.