Aktuelle Information zum Coronavirus

Aufgrund der zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie als erforderlich erachteten Maßnahmen finden auch im Centro bis auf weiteres keine Veranstaltungen statt.

Centro Sociale for ever

Am 31.12.2019 ist unser Mietvertrag ausgelaufen. Unser Haus in der Sternstr. 2 gehört der Stadt Hamburg und wird von der SteG verwaltet. Wir stehen in Verhandlungen und wollen einen neuen Vertrag mit besseren Konditionen.

Wir, die Ehrenamtlichen des Centro, müssen Monat für Monat Zeit und Energie aufwenden, um die Miete zusammen zu bringen, und das fehlt dann für unser soziales, politisches und kulturelles Engagement. Wir müssen für unsere Arbeit zahlen – und diesen absurden Zustand wollen wir nicht länger akzeptieren.

Die Genossenschaft St. Pauli Nord und rundum, die das Centro trägt, wünscht sich für die weitere Arbeit:

  • mehr Sicherheit durch einen langfristigen Vertrag von mindestens 30 Jahren
  • mehr Verfügungshoheit über die Räume
  • eine deutlich niedrigere finanzielle Belastung

Wir waren im Begriff, eine Kampagne zu starten, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, die liegt jetzt aber durch den allgemeinen shutdown ein bisschen auf Eis.

Aktuell könnt ihr uns ganz allgemein durch das Weitertragen dieses Themas unterstützen, und konkreter gerne Menschen aus Politik (Bezirk und Bürgerschaft) und Verwaltung (Finanzbehörde, LiG, Stadtentwicklungsbehörde) auf unsere Situation und Forderung aufmerksam machen (nachdrücklich).

Antifeminismus, Frauen*hass und (extrem) rechte Mobilisierungen für 'Frauenrechte'

30.01.2020 (Donnerstag) 20:00 - 23:00

Saal

Antifeminismus will die Errungenschaften der (queer)feministischen Bewegungen zurückdrehen: durch Begriffsumdeutungen, Angriffe auf reproduktive Rechte, Ressourcen und Gleichstellungsmaßnahmen. Für die AfD ist der Antifeminismus neben Rassismus ein zweites Standbein. Akteur*innen der extremen Rechten, Konservative und die "gesellschaftliche Mitte" treffen sich in einer Ideologie von Frauen*hass und LGBTIQ*feindlichkeit. Sie vereint der Wunsch nach einer binären Geschlechterordnung und einer Männlichkeit, die gemeinhin als „toxisch“ bezeichnet wird. Antifeminismus kann auch tödlich sein: Der Glaube an männliche Vorherrschaft stellt die Basis für sexualisierte Gewalt, Femizide und Terrorismus dar.

Paradoxerweise hat die Rechte „Frauenrechte“ dort für sich entdeckt, wo die „weiße Frau als Opfer“ eine scheinbar neue Mobilisierungskraft entfalten kann: in Kandel, Chemnitz oder Wien. Das Engagement rechter Frauen* für „Frauenrechte“ ist dabei weder neu noch eine reine Instrumentalisierung durch rechte Männer: Es funktioniert für sie als Selbstermächtigung, bleibt jedoch immer antifeministisch. Die Veranstaltung möchte diese neuen Entwicklungen, Gleichzeitigkeiten und scheinbaren Widersprüchen genauer beleuchten, um zu neuen feministischen, antirassistischen und antifaschistischen Gegenstrategien zu verhelfen.